Linkbuilding heißt, gezielt Links von anderen Websites auf deine Seite zu gewinnen. Diese Backlinks sind für Google weiterhin ein starkes Vertrauenssignal, aber nur, wenn sie freiwillig gesetzt werden und thematisch passen. Gekaufte oder getauschte Links bringen 2026 kein Plus mehr, sondern im schlimmsten Fall eine Abwertung.
Die sieben Regeln aus der ersten Fassung dieses Artikels von 2012 haben wir komplett überarbeitet: Manches gilt bis heute, anderes schadet inzwischen. Der Artikel gehört zum Cluster unseres Leitfadens SEO für kleine Unternehmen.
Was ist Linkbuilding?
Linkbuilding, auch Linkaufbau genannt, umfasst alle Maßnahmen, mit denen du Verweise von fremden Websites auf deine eigene gewinnst. Google wertet solche Links als Empfehlung: Wenn eine angesehene Seite auf dich verweist, spricht das für die Qualität deiner Inhalte.
Neben der Zahl der Links zählen vor allem drei Dinge: wie vertrauenswürdig die verlinkende Seite ist, ob sie thematisch zu dir passt und wie der Link eingebunden ist. Auch der Linktext spielt eine Rolle, mehr dazu im Artikel über den Anchor Text als Rankingfaktor.
Was Google als Link-Spam wertet
Google bewertet Links, die vor allem das Ranking manipulieren sollen, als Spam. Laut den Spam-Richtlinien von Google gehören dazu unter anderem:
- Kauf und Verkauf von Links gegen Geld, Waren oder Dienstleistungen, auch „Produkt gegen Artikel mit Link“
- übermäßiger Linktausch nach dem Prinzip „Verlinkst du mich, verlinke ich dich“
- automatisch erzeugte Links durch Programme oder Dienste
- bezahlte Gastbeiträge und Advertorials mit optimierten Linktexten
- minderwertige Verzeichnis- und Bookmark-Links
- Links in Footern, Widgets oder Foren-Signaturen, die nur dem Ranking dienen
Bezahlte Links sind nicht verboten, sie müssen aber mit rel=“sponsored“ oder rel=“nofollow“ gekennzeichnet sein. Dann geben sie keinen Ranking-Vorteil weiter, und du bist auf der sicheren Seite.
Die 7 Regeln für nachhaltiges Linkbuilding
Nachhaltig ist Linkaufbau dann, wenn jeder Link auch ohne Google sinnvoll wäre, weil er Leser zu dir bringt. Diese sieben Regeln helfen dir dabei.
1. Schaff Inhalte, die man zitieren will
Am leichtesten bekommst du Links für Dinge, die andere nicht haben: eigene Zahlen, Umfragen, Statistiken, Vorlagen oder Rechner. Ein gutes Beispiel ist eine jährlich aktualisierte Datenübersicht wie unsere Suchmaschinen-Marktanteile in Deutschland. Wer darüber schreibt, braucht eine Quelle und verlinkt sie.
2. Werde Quelle für Journalisten und Blogger
Redaktionen suchen laufend Experten, die eine Frage schnell und fundiert beantworten. Biete dich mit einem klaren Thema an, beantworte Anfragen zügig und liefere konkrete Zahlen oder Beispiele. Ein Zitat in einem Fachmedium mit Link ist einer der wertvollsten Backlinks überhaupt.
3. Nutz lokale und Branchen-Kontakte
Verbände, Kammern, Vereine, Lieferanten, Hersteller und Messen haben oft Mitglieder-, Partner- oder Referenzseiten. Diese Links passen thematisch, sind regional relevant und lassen sich mit einer kurzen E-Mail anfragen.
4. Mach Kunden und Partner zu Fürsprechern
Gemeinsame Projekte, Fallstudien oder Erfahrungsberichte schaffen natürliche Anlässe für einen Link. Biete deinen Partnern an, ein Projekt gemeinsam vorzustellen, statt einfach um einen Link zu bitten.
5. Schreib Gastbeiträge nur mit echtem Mehrwert
Ein Gastbeitrag in einem passenden Fachblog ist sinnvoll, wenn er Leser informiert und nicht nur einen Link transportiert. Bezahlte Gastbeiträge mit optimiertem Linktext sind Link-Spam. Wie du Inhalte mit Substanz statt Masse erstellst, liest du in Ist dein Content Marketing glorifizierter Spam?.
6. Hol dir Erwähnungen ohne Link und kaputte Links zurück
Such regelmäßig nach Erwähnungen deines Namens oder deiner Marke, die nicht verlinkt sind, und frag freundlich nach einem Link. Ebenso lohnt es sich, Seiten mit kaputten Links auf veraltete Quellen zu finden und deinen aktuellen Artikel als Ersatz anzubieten.
7. Vergiss die interne Verlinkung nicht
Links innerhalb deiner Website verteilen Vertrauen auf wichtige Seiten und helfen Google, Zusammenhänge zu verstehen. Verlinke neue Artikel auf deinen Leitfaden zum Thema und umgekehrt. Achte auch hier auf aussagekräftige Linktexte, und pflege Titel und Beschreibung deiner Zielseiten, siehe Title-Tag und Meta Description.
Backlinks aufbauen in 5 Schritten
Wenn du Backlinks aufbauen willst, geh systematisch vor statt auf gut Glück. Diese fünf Schritte reichen für den Anfang:
- Bestand prüfen: Schau in der Google Search Console unter „Links“, wer heute schon auf dich verweist und welche Seiten am meisten Links haben.
- Ziele festlegen: Wähle zwei bis drei Seiten aus, die mehr Sichtbarkeit brauchen, etwa deine wichtigste Leistungsseite.
- Linkwürdigen Inhalt schaffen: Eine Statistik, eine Checkliste oder ein Ratgeber, der besser ist als alles, was bisher zu dem Thema rankt.
- Kontakte ansprechen: Partner, Verbände, Journalisten und Blogger mit einer persönlichen, kurzen Nachricht.
- Ergebnis messen: Prüf nach drei Monaten neue Links und Rankings und wiederhole, was funktioniert hat.
Linkbuilding für kleine Unternehmen: Was lohnt sich?
Nicht jede Methode passt zu jedem Budget. Diese Übersicht hilft dir bei der Auswahl:
| Maßnahme | Aufwand | Wirkung | Risiko |
|---|---|---|---|
| Links von Partnern, Lieferanten, Verbänden | gering | mittel | keins |
| Lokale Presse und Fachmedien | mittel | hoch | keins |
| Eigene Statistiken und Studien | hoch | hoch | keins |
| Gastbeiträge mit Mehrwert | mittel | mittel | gering |
| Unverlinkte Erwähnungen nachfassen | gering | mittel | keins |
| Gekaufte Links ohne Kennzeichnung | gering | kurzfristig | hoch |
| Webkataloge und Artikelverzeichnisse | gering | kaum | mittel |
Negative SEO: Wenn dich jemand mit Spam-Links angreift
Negative SEO heißt: Jemand setzt absichtlich massenhaft minderwertige Links auf deine Website, um deinem Ranking zu schaden. Das habe ich selbst erlebt. Wir wurden mit Spam-Links regelrecht beschossen, und das hat unserem Linkprofil geschadet. Die Bereinigung war ziemlich aufwendig: Links identifizieren, eine Disavow-Datei erstellen und über die Google Search Console einreichen.
Heute ist die Lage entspannter. Google schreibt in seiner Hilfe zum Disavow-Tool, dass die Suchmaschine in den meisten Fällen selbst erkennt, welchen Links sie vertrauen kann, und dass sich Google bemüht, dass Aktionen auf fremden Seiten deiner Website nicht schaden. Das Tool soll nur vorsichtig eingesetzt werden, wenn zwei Dinge zusammenkommen: sehr viele spammige oder künstliche Links auf deine Seite und eine manuelle Maßnahme, die dadurch ausgelöst wurde oder wahrscheinlich ausgelöst wird.
Mein Rat deshalb: Behalte deine Backlinks in der Search Console im Blick. Schau unter „Sicherheit und manuelle Maßnahmen“ nach, ob Google etwas beanstandet. Nur wenn dort eine Maßnahme steht oder ein klarer Angriff mit tausenden Links läuft, lohnt sich der Aufwand mit der Disavow-Datei.
Was 2012 galt und heute nicht mehr
Einige Tipps aus der ersten Fassung dieses Artikels solltest du heute nicht mehr befolgen:
- Artikelverzeichnisse und Presseportale nur für Links: bringen heute nichts und können als Spam gelten.
- Social Bookmarks und Foren-Signaturen: Google nennt solche Links ausdrücklich als Beispiele für Link-Spam.
- Massenhafte Einträge in Webkataloge: Ausnahme sind wenige seriöse Branchenverzeichnisse, die Kunden wirklich nutzen.
- Google Plus und Google Places: Google Plus gibt es nicht mehr, Google Places heißt heute Google Unternehmensprofil.
Geblieben ist der Kern: Gute Inhalte und echte Beziehungen sind die beste Grundlage für Links.
Linkbuilding und KI-Suche
Auch ChatGPT, Perplexity und Googles KI-Übersichten stützen sich auf Quellen, die im Netz als vertrauenswürdig gelten. Erwähnungen deiner Marke auf angesehenen Seiten helfen deshalb doppelt: als Backlink für Google und als Signal, dass KI-Systeme dich als Quelle zitieren. Linkbuilding und digitale PR wachsen damit zusammen.
Checkliste für deinen Linkaufbau
- Bestehende Links in der Search Console geprüft
- Zwei bis drei Zielseiten festgelegt
- Mindestens ein linkwürdiger Inhalt geplant (Statistik, Vorlage, Ratgeber)
- Liste mit Partnern, Verbänden und Lieferanten erstellt
- Unverlinkte Erwähnungen gesucht und nachgefasst
- Bezahlte Kooperationen mit rel=“sponsored“ gekennzeichnet
- Neue Artikel intern auf den passenden Leitfaden verlinkt
- Ergebnisse nach drei Monaten ausgewertet
Häufige Fragen
Ist Linkbuilding 2026 noch wichtig?
Ja. Links von vertrauenswürdigen Seiten bleiben ein wichtiges Signal für Google. Entscheidend ist aber die Qualität: Ein redaktioneller Link aus einer Fachzeitschrift ist mehr wert als hundert Links aus Verzeichnissen.
Darf ich Backlinks kaufen?
Nicht, um dein Ranking zu verbessern. Gekaufte Links ohne Kennzeichnung gelten bei Google als Link-Spam. Bezahlte Links sind nur erlaubt, wenn sie mit rel=“sponsored“ oder rel=“nofollow“ gekennzeichnet sind, dann bringen sie aber keinen Ranking-Vorteil.
Wie viele Backlinks brauche ich?
Dafür gibt es keine feste Zahl. Wichtiger als die Menge ist, ob die verlinkenden Seiten thematisch passen und selbst vertrauenswürdig sind. Vergleiche dich mit den Seiten, die für dein Keyword vor dir stehen.
Was sind die einfachsten Backlinks für kleine Unternehmen?
Links von Partnern, Lieferanten, Verbänden, der IHK oder Handwerkskammer, lokalen Vereinen und Kunden. Diese Kontakte hast du schon, du musst nur fragen.
Wo sehe ich, wer auf meine Website verlinkt?
Kostenlos im Bericht „Links“ der Google Search Console. Tools wie Sistrix, Ahrefs oder Ubersuggest zeigen zusätzlich Links zu Mitbewerbern.
Fazit
Linkbuilding ist 2026 weniger Technik als Beziehungspflege. Wer verlinkenswerte Inhalte erstellt und seine Kontakte nutzt, bekommt nachhaltige Links, die auch das nächste Google-Update überstehen. Abkürzungen über gekaufte Links kosten am Ende mehr, als sie bringen.
Welche Methode hat dir bisher die besten Links gebracht? Schreib es mir in die Kommentare.
Guten Tag,
Wir haben gerade unsere Outsourcing-Plattform lanciert und suchen jetzt nach einem LinkBuilding Partner.
wir haben auf unserer Plattform auch ein Projekt dazu erstellt:
https://www.origondo.com/de/tenders/link-building-origondo
sind Sie interessiert?
mit freundlichen Grüssen
Marco Seiz
Hallo, ich frage mich wieviel sowas wohl kosten kann. Ich schreibe gerade ganz viel über Haarausfall, will später mal über amazon oder google Werbung Geld verdienen. Wieviele gute links braucht man wohl um auch gut in Google zu stehen? Interessante Artikel über hab ich ja schon geschrieben, denke ich. Könnt ihr gute Adressen nennen?
Vielen Dank für die Ausführungen. Das hat mir sehr geholfen. Dann mache ich mich gleich mal an die Arbeit.
Grüße aus München
Guido Bernard
Gesangsunterricht & Stimmbildung
Naja, ein Link ist ein Link. Also am besten so viele Links wie möglich wenn es keine Sidewide, Footer, Keyword Links sind. Bei dennen 3 vorallem in Kombination wäre ich extrem vorsichtig.
Klar ist die Qualität der Backlinks sehr entscheidend und enorm wichtig, auch kommt man ohne gute Backlink zu stark umkämpften Begriffen nicht nach vorne.
Jedoch habe ich bei vereinzelten Testprojekten immer wieder die Erfahrung gemacht, dass die Masse nicht uninteressant ist.
Auch Fabian hatte bei der Campixx einen sehr interessanten Test präsentiert. Die Seite rankt übrigens bis heute noch mit dem Begriff auf den ersten Plätzen.
Es ist einfach der Mix den eine Webseite braucht. Dazu gehören eben auch mal viele (im Seo Sinne) wertlosere Links.
Schaden können diese nie, so lange diese nicht unsauber sind.