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Gepostet by in Kommunikation

Umgang mit der Presse: So läuft es richtig

Umgang mit der Presse: So läuft es richtig

Journalisten sind wichtige Multiplikatoren. Ein gutes Verhältnis zu ihnen ist für Sie als PR-Verantwortlichen wichtig, da es wesentlich für den Erfolg Ihrer Arbeit ist. Streben Sie ein respektvolles und konstruktives Verhältnis mit den Journalisten an. Um dies dauerhaft zu sichern, beachten Sie im Umgang mit den Medienvertretern folgende Punkte.

Drei goldene Regeln für eine langfristig gute Zusammenarbeit mit Medienvertretern

1. Bleiben Sie stets bei der Wahrheit
Sagen Sie immer die Wahrheit! Falls dies nicht möglich sein sollte, schweigen Sie. Journalisten erleben dies häufig und können damit umgehen. Und selbst wenn ein Redakteur dann eigene Rückschlüsse zieht und evtl. Spekulationen in seinen Artikel einfließen lässt, ist dies immer noch besser, als wenn Sie als Sprecher des Unternehmens Unwahrheiten verbreiten. Denken Sie daran: „Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht.“

2. Gleichheit: Machen Sie keine Unterschiede
Behandeln Sie alle Medienvertreter gleich: Egal ob Sie es mit einem Volontär zu tun haben oder mit dem Chefredakteur, egal ob Sie in Kontakt mit der Redakteurin eines lokalen Blattes oder der Bild Zeitung stehen, machen Sie keine Unterschiede. Beantworten Sie alle Anfragen professionell und stellen Sie die gewünschten Informationen zur Verfügung. Wenn Sie die Medien über Neuigkeiten informieren, tun Sie dies zeitgleich um Bevorzugungen zu vermeiden.

3. Schützen Sie Ideen und Themen von Medienvertretern
Fragt ein Redakteur bei Ihnen nach Informationen für eine bestimmte Story an, versorgen Sie ihn – wenn möglich – mit den entsprechenden Daten und Statements. Auch wenn die Story aus Ihrer Sicht interessant für andere Medien sein sollte, nutzen Sie sich nicht indem Sie sie als Presseinformation an andere Journalisten weitergeben. Durch Ihr Stillschweigen und die Wahrung der Idee des Journalisten sichern Sie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Fünf Todsünden die Sie im Umgang mit der Presse unbedingt vermeiden müssen

1. Werbliche PR-Texte verschicken
Viele Journalisten befördern Ihre Pressemitteilung umgehend in den Papierkorb, wenn sie in werblicher Marketing-Sprache verfasst ist. Kritiklose Selbstdarstellungen – statt eines aktuellen Aufhängers, der mithilfe von Fakten präsentiert wird – sowie Eigenlob und Selbstbeweihräucherung sind in den Redaktionen nicht gut angesehen.

2. Nachfassen per Telefon
Sie haben eine Pressemitteilung verschickt, die Redaktion hat diese aber nicht veröffentlicht. Fragen Sie keinesfalls telefonisch nach, ob die Pressemitteilung angekommen ist. Sie kennen Ihren Presseverteiler – den Sie sorgfältig erstellt haben – und sofern Sie keine Fehlermeldung erhalten haben, ist die Pressemitteilung beim Redakteur angekommen.
Telefonische Rückfragen nerven die Journalisten, vor allem weil diese unter enormem Zeitdruck stehen und daher keine Zeit für telefonische Nachfassaktionen haben. Außerdem vermitteln Sie unter Umständen den Eindruck, dass Sie auf die Veröffentlichung Ihrer Pressemitteilung angewiesen sind – und dieser sollte nicht entstehen.

3. Pressemitteilungen über Nichtigkeiten
Langweiligen Sie Journalisten nicht mit Pressemitteilungen über Banalitäten und Nichtigkeiten. Wer Woche für Woche Pressemitteilungen ohne wichtigen Grund verschickt, darf sich nicht wundern, dass diesen keine Beachtung geschenkt wird. Verschicken Sie daher nur Presseinformationen, wenn Sie etwas Wichtiges und für die Öffentlichkeit relevantes zu sagen haben – die Journalisten werden es zu schätzen wissen.

4. Redigieren
Stellt Ihnen ein Journalist freundlicherweise den Artikel vor Veröffentlichung zur Verfügung, ist dies keinesfalls ein Freifahrschein, um diesen beliebig zu redigieren. Autorisieren Sie den Text, d. h. prüfen Sie, ob Fakten wie Unternehmenssitz, Anzahl der Mitarbeiter etc. sowie Zitate korrekt wiedergegeben sind. Unterlassen Sie es aber den gesamten Text zu redigieren oder gar Sätze gemäß Ihrem Schreibstil umzuformulieren. Das steht Ihnen nicht zu und erfreut außerdem keinen Journalisten.

5. Vertrösten
Vor allem Tageszeitungs-Journalisten arbeiten unter Zeitdruck, da sie tagesaktuell Artikel schreiben müssen. Vertrösten Sie daher auf keinen Fall einen Journalisten, der bspw. bezüglich eines Statements oder eines Fotos des Firmengebäudes anfragt, auf einen späteren Zeitpunkt (hier ist natürlich nicht von einer halben Stunde oder Stunde die Rede). Stellen Sie die gewünschten Daten zügig zur Verfügung. Falls Sie dem Journalisten Versprechungen machen (Rückruf, Zusendung von Informationen etc.), halten Sie diese unbedingt ein.

Hallo, mein Name ist Stefanie Paprotka. Ich blogge zu Themen rund um Social Media, Kommunikation und digitalen Verbraucherschutz. Über einen Kommentar, einen Link oder eine Empfehlung auf Facebook, Twitter & Co. freue ich mich.

1 Kommentar

  1. Danke für die Tipps – nachvollziehbar und leicht einzuhalten!
    Grüße
    K.

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