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Gepostet by in Verbraucher

Reputations-Schutz von Xing und secure.me – Medienmonitoring für Privatpersonen notwendig?

Reputations-Schutz von Xing und secure.me – Medienmonitoring für Privatpersonen notwendig?

Was für viele Unternehmen bereits Alltag ist, soll jetzt auch für Privatpersonen möglich werden: Medienmonitoring im Internet. Wer sagt was über mich im Netz, bspw. bei Facebook oder Twitter? Welche Bilder von mir werden hochgeladen? Was können Freunde, Arbeitgeber, Geschäftspartner über mich erfahren? Der Reputations-Schutz von Xing und secure.me soll diese Fragen beantworten.

Xing hat heute in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass Xing und secure.me eine Partnerschaft geschlossen haben. Ziel sei es, die Reputation und Privatsphäre von Geschäftsleuten, Berufstätigen und Fachkräften bei Facebook und im Internet zu schützen. Xing bewirbt den „Reputations-Schutz“ wie folgt:

„Schützen Sie jetzt Ihren guten Ruf auch bei Facebook & Co! Ob Privatperson oder Unternehmen – bei XING sind Sie sicher. Allerdings ist es so gut wie unmöglich zu verfolgen, was bei Facebook, Twitter & Co. über Sie veröffentlicht wird. Als XING-Mitglied schützen Sie jetzt kostenlos Ihre Privatsphäre im Netz – mit dem Reputations-Schutz unseres Partners secure.me.“

Eine feine Sache, da jeder jederzeit wissen sollte, was über ihn im Netz kursiert. Dies ist aber häufig nicht der Fall. Denn neben Informationen, die ein User über sich selbst bereitstellt, stellen Freunde, Bekannte, Kollegen usw. ebenfalls Informationen über den User bereit. Hier ein Eintrag, welches Konzert man gemeinsam besucht oder bei welcher Pizzeria man zusammen gegessen hat, dort ein markiertes Foto aus dem Urlaub oder von der Party vergangenes Wochenende. Die Kontrolle der Daten liegt häufig nicht mehr beim User selbst.

Und längt haben andere – z. B. Arbeitgeber oder potenzielle Arbeitgeber, Kollegen und Ex-Kollegen, Vermieter, potenzielle Partner usw. – das Internet als Recherchequelle entdeckt. Wer mag sich da schon die Blöße geben und wenig schmeichelhafte Fotos oder Kommentare unwissend über sich im Netz stehen lassen… Aktiv kann nur werden, wer weiß, was über ihn im Netz kursiert.

So weit so gut. Doch geht der Vorstoß von Xing und secure.me in die richtige Richtung? Kann es Sinn und Zweck sein, dass auch Privatpersonen sich solcher Dienste bedienen müssen, statt die Kontrolle über Daten, die sie persönlich betreffen, zu haben? Müssen nicht vielmehr Regeln gefunden bzw. entsprechende europäische Datenschutzrichtlinien durchgesetzt werden, dass verbraucher- und datenschutzunfreundliche Opt-out-Lösungen, wie sie bspw. bei Facebook Alltag sind (z. B. automatische Gesichtserkennung, Kombination von Handlungen mit sozialen Werbeanzeigen, Statusmeldungen, Fotos etc.), der Vergangenheit angehören?

Übrigens: Es gibt bei Facebook Informationen, die immer öffentlich sind, z. B. Name, Geschlecht sowie Profil- und Titelbild. Der User hat keine Möglichkeit sie zu ändern. Hier hilft also auch kein Monitoring.

Hallo, mein Name ist Stefanie Paprotka. Ich blogge zu Themen rund um Social Media, Kommunikation und digitalen Verbraucherschutz. Über einen Kommentar, einen Link oder eine Empfehlung auf Facebook, Twitter & Co. freue ich mich.

4 Kommentare

  1. …quasi eine Art Alert, nur über Xing bzw. secure.me.
    Finde das eigentlich nicht schlecht, man wird sehen, wie es sich entwickelt.
    Andererseits stimme ich Stefanie zu, und frage mich, ob so etwas notwendig ist weil Facebook macht was es will…?!?

  2. Danke für den interessanten Hinweis.
    Finde es weniger gut. Im Endeffekt wird Geld verdient, weil die Kontrolle der Daten im Netz so schwer ist bzw. Facebook einfach immer wieder gegen den Datenschutz verstößt. Das kann doch keine richtige Entwicklung sein!

  3. Was kostet das? Was muss ich da machen / einstellen?

  4. Hab das mal angetestet und habe eher negative Erfahrungen gemacht. Finde die Zusammenarbeit von secure.me und Xing nicht gut!

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