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Gepostet by in Marketing

Selbst-Sabotage: Sieben Tipps für Ihr Anti-Marketing

Selbst-Sabotage: Sieben Tipps für Ihr Anti-Marketing

Der allerbeste Maulwurf ist der, der selbst gar nicht weiß, dass er ein Maulwurf ist. Diese Weisheit hat sowohl in Geheimagentenkreisen als auch im Psychomarketing ihre ewige Gültigkeit. Und so könnte es durchaus sein, dass die Ihnen völlig unerklärlichen Pleiten, Pechsträhnen und Pannen in Ihren eigenen Marketing-Bestrebungen schlicht und ergreifend darauf gründen, dass Sie sich ständig selbst sabotieren, ohne dies bewusst mitzukriegen. Darum wäre es sehr gut möglich, dass Ihnen der nachfolgende Beitrag einen blitzblank polierten Spiegel vorhält, mit dessen Unterstützung Sie Ihren eigenen Maulwurfspelz zum ersten Mal mit eigenen wachen Augen sehen und anschließend gezielt abstreifen könnten. Wagen wir also einen Blick à la Watzlawick in sieben seelische Abgründe der Misserfolgsorientierung und auf die daraus resultierenden spannenden Möglichkeiten, neues Wissen zu neuer Marketing-Handlungskompetenz werden zu lassen.

Maulwurfshügel 1: Angst vor Furz und Feuerstein

Sie hätten da durchaus schon eine viel versprechende Marketing-Idee. Aber was werden wohl „die Leute“ über Sie sagen, wenn Sie damit an die Öffentlichkeit gehen? Wird man schlecht über Sie reden und hinter Ihrem Rücken über Sie spotten? Wird Ihr Ruf alsbald ruiniert sein? Werden Sie sich mit Ihrem Produkt bzw. Ihrer Dienstleistung sowie mit Ihrer diesbezüglichen Werbung bodenlos blamieren? Wie werden Sie dastehen vor Gott und der Welt, wenn es nicht funktioniert? Wenn Sie erbärmlich versagen? Wenn Ihnen der finanzielle Atem deutlich vor dem Ziel ausgeht? Wenn, wenn, wenn … wenn Sie nur nicht so eine flächendeckende Versagensangst vor 1001 Unbekannten in Ihrer Marketing-Gleichung hätten, dann würden Sie bestimmt statt winzig kleiner Brötchen ordentliche Brotlaibe backen!

Tipp: Ihre mannigfachen (und meist unbegründeten) Ängste vor dem, was alles passieren und schief gehen könnte, sind durchweg kontraproduktiv, destruktiv, lähmen Sie und machen Sie im Endergebnis komplett handlungsunfähig. Deshalb müssen Sie diese hinderlichen Ängste schnell loswerden. Das können Sie alleine mit einem gezielten Selbst-Coaching oder unterstützt durch einen ausgewiesenen Trainer hinkriegen. Und wenn Sie erst einmal verinnerlicht haben, dass die Meinung „der Leute“ (wer ist das überhaupt?) ebenso irrelevant ist wie das extrem kurze Gedächtnis einer übersättigten Konsumgesellschaft, dann werden Ihre Marketing-Aktivitäten nicht mehr unter Ihrer vernichtenden Ängstlichkeit zu leiden haben.

Maulwurfshügel 2: Behindernde Berater

Hat sich um Sie eine Gruppe von altklugen Trainingsweltmeistern versammelt, die selbst zwar keine greifbaren Geschäftserfolge vorzuweisen haben, die Ihnen aber dennoch pausenlos erklären wollen, wie im Business der Hase läuft? Und – hören Sie etwa auch noch auf diesen nutzlosen Haufen unqualifizierter Ratschläge, weil Sie glauben, dass diese Besserwisser aus Ihrem Bekanntenkreis echt den vollen Durchblick haben? Dann ist es kein Wunder, wenn Ihr Marketing nicht für, sondern gegen Sie arbeitet.

Tipp: Selbst ernannte Marketing-Fachleute ohne faktische Qualitätsnachweise  können nur eines sehr gut, nämlich Ihnen Ihre Zeit, Ihre Ressourcen und Ihre Kraft stehlen. Mit solchen „Ratgebern“ machen Sie am besten gleich kurzen Prozess, und zwar ohne Kompromisse. Ihr Unternehmenserfolg ist viel zu wichtig, als dass Sie ihn grenzdebilen Dilettanten überlassen dürften, seien deren laienhafte Absichten auch noch so wohlmeinend. Wenn Sie denken, dass Sie in Sachen Marketing Unterstützung brauchen, dann wenden Sie sich bitte entweder an einen seriösen und erprobten Mentor, oder an einen ausgebildeten Marketing-Profi. Auf jeden Fall an jemand, der ihnen handfest nachweisen kann, dass er Ihr Vertrauen verdient.

Maulwurfshügel 3: Bedenkenträger-Ballast

Haben Sie Scheren im Kopf? Das sind die Dinger, die Ihnen bei heißen Küssen der Marketing-Muse immer zuflüstern „von Rechts wegen sollte man doch lieber … müsste man nicht eigentlich viel eher … könnte man nicht stattdessen so wie sonst auch … kann das denn überhaupt klappen … das hat doch noch niemand so gemacht … darf man das denn?“ Tatsächlich sind diese Scheren nichts weiter als tonnenschwere Totschlag-Argumente, die Ihre unternehmerische Kreativität kastrieren wollen. Wenn Sie auf diese Killer-Klingen hören, weil Sie davon überzeugt sind, dass hier die Weisheit in Dosen persönlich zu Ihnen spricht, dann haben Sie als Unternehmer ganz schlechte Marketing-Karten.

Tipp: Bedenken können berechtigt sein, müssen es aber nicht. Prüfen Sie darum alle aufkommenden Bedenken sehr sorgfältig und unbestechlich nach den folgenden Kriterien:

  • Spricht hier statt der objektiven Fakten ein fatal fest sitzender falscher Glaubenssatz zu mir?
  • Singen hier die mir gebetsmühlenartig aufoktroyieren, aber inzwischen komplett verstaubten Lehrsätze ihr erfolgshemmendes Lied?
  • Zeigt sich hier meine tief sitzende, aber letztlich gegenstandslose Angst vor sozialer Missbilligung oder vor dem beherzten Abschneiden alter Zöpfe?
  • Oder mag ich einfach nur meine lieb gewordene, aber eben auch stark begrenzende unternehmerische Komfortzone nicht verlassen, und suche deshalb verzweifelt nach Gründen, um mich nicht von der Stelle rühren zu müssen?

Wenn Sie hier nur ein einziges Mal mit JA antworten müssen, übertönt das Klappern der Scheren in Ihrem Kopf Ihre eigene Stimme der Vernunft. Dagegen müssen Sie etwas unternehmen, wenn Sie Unternehmer bleiben wollen.

Maulwurfshügel 4: Konzept-Chaos

Wer nicht weiß, wohin die Reise gehen soll, für den führt jeder Weg in die falsche Richtung. Für Sie als Unternehmer bedeutet das: wenn Sie weder von Ihrem Sortiment noch von Ihrer angestrebten Unternehmensgröße noch von Ihren Wunschkunden (nur drei Beispiele) ein präzise geschärftes Bild haben, dann kann Ihnen auch die beste und teuerste und größte Marketing-Kampagne keinerlei Nutzen bringen.

Tipp: Holen Sie sich jetzt gleich den Beitrag Marketing Basics: Oldies but Goldies aus unserem kostenfreien Download-Bereich ab, und arbeiten Sie diesen Text aufmerksam durch. Danach sollten Sie sehr genaue Vorstellungen davon haben, wie und womit Sie sich als Anbieter oder Dienstleister an Ihrem Wunsch-Markt aufstellen wollen. Und welches Marketing-Konzept dann perfekt zu Ihrem kontraststarken Unternehmens-Profil passt.

Maulwurfshügel 5: Netzwerk-Verstrickungen

Soziale Netzwerke sind wichtig, Business-Netzwerke sind noch wichtiger. So haben Sie es zumindest von allen Seiten gehört, und danach handeln Sie auch. Deshalb pumpen Sie jede Menge Zeit und mentale Energie ins engmaschige Netzwerken. Man kennt Sie als engagierten Forumsaktivisten, vielleicht sogar als allezeit wachsamen Moderator und möglicher Weise auch als 24/7 Betreiber eines lokalen Unternehmer-Netzwerkes. Aber mal ehrlich: wie viele gute Aufträge oder gediegene Bestellungen hat Ihnen dieses wilde Zappeln im Netz bislang schon eingebracht?

Tipp: Stellen Sie Ihre beruflichen Netzwerk-Aktivitäten auf den gnadenlosen Prüfstand. Welche Netzwerke haben Ihnen schon geldwerte Vorteile, unbezahlbar gute Beziehungen oder zumindest sinnvolle Kompensationsgeschäfte eingehandelt, und welche Netzwerk-Aktivitäten haben lediglich Ihre Zeit und Ihre Nerven gekostet? Von letzteren sollten Sie sich zügig und extrem konsequent verabschieden. Denn eine knallharte Kosten-Nutzen-Betrachtung ist auch und gerade beim Thema Netzwerken eine kalkulatorische Pflichtübung.

Maulwurfshügel 6: Visionslosigkeit

Blicken Sie jetzt in Ihre betriebliche Zukunft. Wo, ganz exakt und konkret, möchten Sie sich als Firmeninhaber mit Ihrem Umsatzvolumen und mit Ihrer Unternehmenskultur in einem Jahr, in fünf Jahren und in 10 Jahren sehen? Können Sie diese Frage wie aus der Pistole geschossen und mit leuchtenden Augen beantworten? Oder wissen Sie das gerade nicht so ganz genau? Dann gehören Sie zu der großen Gruppe der Straußenvögel, die, der Sage nach, gerne mal den Kopf in den Sand stecken, um des Alltags Ungemach blind an sich abprallen zu lassen. Und vor allem, um sich nicht wirklich um die Entwicklung und um das gesunde Wachstum des eigenen Betriebs kümmern zu müssen. Leider muss ich Ihnen dazu sagen, dass Ihre betrieblichen Herausforderungen nicht davon weggehen, dass Sie sie nicht mehr anschauen.

Tipp: Nehmen Sie sich eine augenfreundliche Kladde, die Sie zum Schreiben einlädt, und dann beantworten Sie sich selbst in aller Ausführlichkeit die folgenden Fragen:

  • Welche einmaligen Produkte habe ich?
  • Welche konkurrenzlosen Dienstleistungen biete ich an?
  • Worin bin ich Marktführer oder will es auf alle Fälle werden?

Sollten Sie jetzt auf den Geschmack der unternehmerischen Selbsterkenntnis gekommen sein, dann fühlen Sie sich herzlich dazu eingeladen und freundlich ermuntert, mit dem kostenlosen Download der Präsentation Begeistern mit dem Brandbook noch tiefer in Ihre neue Visionsfindung einzutauchen. Vielleicht finden Sie ja dabei bei sich selbst Ihren ganz persönlichen Stein der Marketing-Weisen.

Maulwurfshügel 7: Passiv-aggressiver Erfolgswiderstand

Horchen Sie mal ganz tief und bitte gnadenlos ehrlich und aufgeschlossen in sich hinein. Können Sie da einen oder mehrere Sätze wie diese hier hören?

  • Eigentlich habe ich Angst vor Erfolg. Ich will lieber meine Ruhe haben.
  • Geldgeschäfte, Überleben im Haifischbecken, Verpflichtungen, Verantwortung, Risiken, sozialer und gesellschaftlicher Druck – das will ich eigentlich alles gar nicht. Viel zu stressig.
  • Irgendwie glaube und glaubte ich nie so recht an meine Geschäftsidee. Tatsächlich halte ich mich noch nicht einmal für würdig, ein erfolgreicher Geschäftsmann zu sein. Wer bin ich denn schon, dass ich an den Fleischtöpfen Ägyptens einen Platz verdient hätte?
  • Die „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick ist meine Bibel.

Mit solchen und ähnlichen inneren Überzeugungen schneiden Sie sich selbst den Weg ins Firmenglück ab. Wenn Sie selbst nicht an sich glauben – wer soll es denn dann bitte tun? Und wenn Sie von Ihrer Persönlichkeitsstruktur her gar nicht der Typ sind, der Sie als Unternehmer sein müssten, dann werden Sie sich auf dem Chefsessel niemals wohl fühlen. Deshalb wehrt sich Ihr Unterbewusstsein mit seinen ganz eigenen subtilen Mitteln gegen die Gewalt, die ihm durch Ihre unwillkommene Unternehmerschaft angetan wird. Dann werden Sie am Ende das insolvente Opfer Ihrer eigenen selbsterfüllenden Prophezeiungen. Keine angenehme Aussicht.

Tipp: Holen Sie sich den kostenlosen Unternehmercheck hier im Downloadbereich ab und führen Sie ihn aufrichtig und ergebnisoffen durch. Damit können Sie offene wie verborgene Problembereiche ganz einfach selbst identifizieren und dann bei Bedarf eigenverantwortlich und diskret ins Visier nehmen.

Zusammenfassung: Ihre Power-Merksätze

  • Mein Mut wird durch Erfolg belohnt werden.
  • Wenn ich einen Berater will, hole ich mir selbstverständlich nur den Besten.
  • Neue Schätze finde ich nur an neuen Ufern.
  • Ich weiß genau, was ich will – und das werde ich auch bekommen.
  • Ich weiß genau, was ich nicht will – und davon werde ich ganz konsequent und selbstbewusst meine Finger lassen.
  • Netzwerken, das sich nicht rechnet, lohnt sich auch nicht. Punkt.
  • Kopf und Bauch gehören zusammen. Ich höre immer auf beide und bin deshalb doppelt schlau.

„Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht?“ (George Bernard Shaw)

Dr. phil. habil. Nicole Klutky ist Botschafterin für Neugier und Spieltrieb im Dienste eines erfolgreichen Berufs- und Privatlebens, Marketingberaterin für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen sowie Coach für alle, die mal was anderes ausprobieren wollen. Auf klutky.de finden Sie weitere Informationen.

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